Überdurchschnittliche Qualität bei der Vermeidung postoperativer Wundinfektionen

Die Klinik Manhagen erzielt im Rahmen der bundesweiten Qualitätssicherung zur Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI) überdurchschnittlich gute Ergebnisse.

Die Auswertung erfolgt nach der Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL). Verantwortlich für die Umsetzung in Schleswig-Holstein ist die Landesarbeitsgemeinschaft für einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung (LAG-eQSH).

Im Modul „Nosokomiale Wundinfektionen (fallbezogen)“ liegt die Klinik Manhagen in allen relevanten Qualitätsindikatoren deutlich über dem Durchschnitt. Die Ergebnisse werden von der LAG-eQSH als mögliches „Best Practice“-Beispiel für andere medizinische Einrichtungen betrachtet.

Zu den Faktoren, die zu diesen sehr guten Ergebnissen beitragen, zählen unter anderem:

  • ein konsequentes Hygienemanagement nach aktuellen KRINKO-Empfehlungen

  • regelmäßige Schulungen des medizinischen Personals zu Hygiene, Antibiotikatherapie und Infektionsprävention

  • speziell geschulte Hygienebeauftragte Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte

  • strukturierte Arbeitsanweisungen und standardisierte Behandlungsprozesse (SOP)

  • eine hohe Expertise im modernen Wundmanagement

  • interdisziplinäre Zusammenarbeit von Medizin, Pflege und Hygiene

Die Ergebnisse bestätigen den hohen Qualitätsanspruch der Klinik Manhagen: Infektionsprävention und Patientensicherheit stehen im Mittelpunkt der medizinischen Versorgung.

Warum wir besonders niedrige Infektionsraten erreichen

Wir freuen uns sehr, dass die Klinik Manhagen bei der Vermeidung postoperativer Wundinfektionen zu den besten Einrichtungen im Land gehört. Dieses Ergebnis ist kein Zufall, sondern das Ergebnis mehrerer Faktoren, die in unserer Klinik konsequent umgesetzt werden.

1. Hohe Spezialisierung der Klinik
Durch unsere Spezialisierung auf bestimmte medizinische Eingriffe fallen Fachbereiche mit besonders hohem Antibiotikaverbrauch weg. Dadurch treten bei uns deutlich seltener sogenannte „Krankenhauskeime“ mit Antibiotikaresistenzen auf. Falls ein Antibiotikum benötigt wird, können wir in der Regel auf gut verträgliche Standardantibiotika zurückgreifen.

2. Frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren
Bereits vor einer Operation untersuchen wir, ob Patientinnen und Patienten mit bestimmten Keimen wie MRSA besiedelt sind. Wird ein entsprechender Befund festgestellt – was glücklicherweise selten vorkommt – können wir schon vor dem Eingriff gezielte Maßnahmen einleiten.

3. Moderne bauliche Strukturen
Unsere Klinik ist baulich optimal auf die durchgeführten Eingriffe abgestimmt. Dazu gehören modern ausgestattete Operationssäle sowie überwiegend Ein- und Zweibettzimmer, die ausreichend Platz bieten und eine gründliche Reinigung erleichtern. In einigen Bereichen kommen zudem Kupfermaterialien, beispielsweise an Türgriffen, zum Einsatz, die die Wiederübertragung von Keimen reduzieren können.

4. Gute Personalausstattung und hohe Motivation
Dank einer guten personellen Ausstattung im ärztlichen Dienst und in der Pflege haben unsere Mitarbeitenden genügend Zeit, um alle hygienischen Standards sorgfältig umzusetzen. Zeitdruck gilt als einer der größten Risikofaktoren für Hygienefehler. Gleichzeitig zeichnet sich unser Team durch eine hohe Motivation und ein starkes Verantwortungsbewusstsein aus.

5. Konsequente Weiterentwicklung von Hygienemaßnahmen
Während der Corona-Pandemie haben wir beispielsweise begonnen, Verbandswechsel konsequent mit Mundschutz durchzuführen. Da sich dadurch die Infektionszahlen deutlich reduziert haben, führen wir diese Maßnahme auch weiterhin durch.

6. Kontinuierliche Analyse und Verbesserung
Da postoperative Infektionen bei uns selten sind, wird jeder einzelne Fall im Team genau analysiert. Gemeinsam prüfen wir mögliche Ursachen und entwickeln Maßnahmen, um unsere Ergebnisse weiter zu verbessern.

Hygiene im Krankenhaus ist für uns eine gemeinsame Verantwortung und ein zentrales Anliegen.
Unsere hervorragenden Ergebnisse zeigen, dass konsequente Standards, engagierte Mitarbeitende und eine klare Qualitätskultur entscheidend für eine sichere Patientenversorgung sind.

Die dargestellten Aspekte beruhen auf der fachlichen Einschätzung von Prof. Dr. Jörg Braun, Ärztlicher Direktor der Klinik Manhagen und bundesweit anerkannter Spezialist für Infektionskrankheiten und deren Prävention.

Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene begleitet er die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Hygienestrategien und trägt maßgeblich dazu bei, dass Patientensicherheit und Infektionsprävention in der Klinik Manhagen einen besonders hohen Stellenwert haben.