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Platz 1: Klinik Manhagen im Deutschen Endoporthesenregister (EPRD)

Erster Platz bei Knieprothesenversorgungen im Deutschen Endoprothesenregister – Zentren mit hohen Fallzahlen erreichen die besten Ergebnisse.

Die Klinik Manhagen in Großhansdorf bei Hamburg belegt im aktuellen Jahresbericht des Deutschen Endoprothesenregisters (EPRD) erneut den 1. Platz im Bereich der Prothesenversogung des Kniegelenks – wie schon im Jahr zuvor: Von derzeit insgesamt 706 datenliefernden Kliniken in Deutschland hat die Klinik Manhagen die meisten Knieprothesen in das Register eingebracht.

„Wir freuen uns sehr über dieses hervorragende Ergebnis“, sagt Dr. Johannes Holz, Chefarzt in der Klinik Manhagen. „Zumal wir nun zwei Jahre in Folge auf Platz 1 bei den Teilprothesen des Kniegelenks sind.“ Dr. Holz: „Das ist eine schöne Bestätigung der Qualität unserer Arbeit – und zwar auf dauerhaft hohem Niveau.“

Insgesamt 3.301 Knieprothesen haben die Orthopäden der Klinik Manhagen von 2012 bis 2018 an das EPRD gemeldet – und damit so viele wie keine andere Klinik in Deutschland. Untersuchungen und die Ergebnisse des EPRD zeigen: Je mehr Prothesen eine Klinik implantiert, desto besser sind die Behandlungsergebnisse. Dr. Holz: „Die Patienten profitieren somit enorm von der großen Erfahrung unserer Ärzte. Die Qualität der Behandlung ist dort am besten, wo der geplante Eingriff häufig durchgeführt wird.“

Gut zu wissen: Deutschlandweit gilt eine gesetzliche Mindestmenge von lediglich jährlich 50 Prothesenimplantationen für eine Klinik als „notwendig“ (im Sinne der Qualitätssicherung). „Mit über 1000 Knieprothesen jährlich überschreiten wir diese Zahl um ein Vielfaches“, ergänzt Dr. Holz.

Die Qualität der Prothesenversorgung zeigt sich vor allem auch an der Zahl der Wechseloperationen. „Bei einer guten OP sollte die Prothese mindestens zehn bis 15 Jahre halten“, erklärt Dr. Holz. „Gibt es vorher starke Probleme, muss die Prothese vorzeitig ausgewechselt werden. Das wünscht sich natürlich niemand.“

In der Klinik Manhagen ist die Zahl der Wechseloperationen sehr gering, wie die EPRD-Ergebnisse zeigen:„Drei Jahre nach der Erstimplantation beträgt die Ausfallwahrscheinlichkeit einer Knieprothese durchschnittlich in Deutschland 3,7 Prozent. In der Klinik Manhagen dagegen nur 1,2 Prozent “ resümiert Dr. Holz.

Die Zufriedenheit der Patienten nach der OP ist ein weiteres wichtiges Qualitätskriterium. Der Gesundheitsreport von 2010 der Barmer GEK zeigt, dass viele Patienten nach der Implantation einer Knieprothese nur „mit Einschränkungen“ zufrieden sind (38,5 Prozent der Befragten) oder sogar „unzufrieden“ (18,3). Lediglich 43,2 Prozent gaben an, „uneingeschränkt zufrieden“ zu sein. Besonders erschreckend: Viele Patienten kritisierten, noch fünf Jahre nach der Operation unter starken Schmerzen zu leiden.

Um selbst die Qualität der Versorgung zu sichern, führen Dr. Holz und sein Team regelmäßige wissenschaftliche Befragungen (Patient Related Outcome Measurements = PROMS) durch. Das Ergebnis: 93 Prozent der Patienten sind mit dem Behandlungsergebnis mehr als zufrieden – sowohl kurz- und mittelfristig als auch noch drei Jahre nach der OP. Dr. Holz: „Patienten mit Teilprothesen des Kniegelenks sind noch etwas zufriedener als Patienten mit Vollprothesen, da bei einer Teilprothese nur die verschlissenen Gelenkanteile ersetzt werden und so viel gesundes Gelenk erhalten wird wie möglich. Ein normales Gelenkgefühl, schnellere und verbesserte Mobilität sind das Resultat.“

706 deutsche Kliniken haben im Jahr 2018 ihre Daten an das Endoprothesenregister Deutschland geliefert. Insgesamt 376.312 Erstimplantationen wurden bisher erfasst. Der Frauenanteil liegt bei 65 Prozent, der Männeranteil bei 35 Prozent. Dokumentiert werden im Prothesenregister nicht nur der Gelenkersatz ansich, sondern auch die Art und Länge der Operation sowie Alter und Gewicht des Patienten. Mit erfasst werden der Name der Klinik und des operierenden Arztes.

 

Das Prothesenregister ist unabhängig

 

Das EPRD ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), des Verbandes der Ersatzkassen e. V., des AOK-Bundesverbandes, des Bundesverbandes Medizintechnologie und des BQS Instituts für Qualität und Patientensicherheit. Als gemeinnützige GmbH und 100-prozentige Tochter der DGOOC ist das Endoprothesen-Register Deutschland ausschließlich wissenschaftlichen Grundsätzen verpflichtet und garantiert die Unabhängigkeit und Neutralität der Auswertungen. Ziel des Prothesenregisters ist, mehr Transparenz und mehr Qualität zu schaffen. Da genau dokumentiert wird, welche Prothesen erfolgreich sind und welche nicht, können eventuelle Mängel einer bestimmten Prothese schneller erkannt, fehlerhafte Produkte gegebenenfalls vom Markt genommen werden.

 

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