Anästhesie – Sicherheit, Individualität und moderne Medizin

Unser Ziel ist es, Ihnen operative oder diagnostische Eingriffe so sicher, schmerzarm und angenehm wie möglich zu ermöglichen. Dabei stehen Ihre Sicherheit, eine individuell abgestimmte Betreuung und höchste medizinische Standards im Mittelpunkt.

Unser anästhesiologisches Team begleitet Sie während des gesamten Behandlungsverlaufs – vom persönlichen Aufklärungsgespräch über die Durchführung der Anästhesie bis zur Betreuung nach dem Eingriff.

Für ein anästhesiologisches Aufklärungsgespräch erreichen Sie uns telefonisch unter 04107 3399860.

Schonende und sichere Operationen

Anästhesie und Schmerzfreiheit

Das Anästhesieaufklärungsgespräch

Vor jedem Eingriff führen wir mit Ihnen ein ausführliches Gespräch. Es ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit und bildet die Grundlage für eine sichere und individuell auf Sie abgestimmte Narkose.

Dabei besprechen wir unter anderem:

  • Ihre medizinische Vorgeschichte,
  • bestehende Erkrankungen und Allergien,
  • regelmäßig oder aktuell eingenommene Medikamente,
  • frühere Erfahrungen mit Narkosen sowie
  • mögliche Risiken, Besonderheiten und Alternativen.

Auf dieser Grundlage wählen wir gemeinsam mit Ihnen das für Sie am besten geeignete Anästhesieverfahren aus.

Unsere Aufklärungsgespräche orientieren sich an drei zentralen Prinzipien:

Individualität
Jeder Mensch ist unterschiedlich. Deshalb stimmen wir die Anästhesie sorgfältig auf Ihre gesundheitliche Situation, den geplanten Eingriff und Ihre persönlichen Bedürfnisse ab.

Professionalität
Unsere Fachärztinnen und Fachärzte verfügen über umfassende Erfahrung und arbeiten nach aktuellen medizinischen und wissenschaftlichen Standards.

Sicherheit
Durch eine sorgfältige Vorbereitung, moderne Medizintechnik und klar strukturierte Abläufe gewährleisten wir ein Höchstmaß an Sicherheit während Ihrer Behandlung.

Perspektivisch möchten wir geeigneten Patientinnen und Patienten auch eine telemedizinische Anästhesieaufklärung anbieten. Dadurch können ausgewählte Vorgespräche komfortabel und ohne zusätzliche Anfahrtswege stattfinden.

Sorgfältige und individuelle Risikoabschätzung

Ihre Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Moderne Anästhesieverfahren sind heute sehr sicher. Dennoch erfordert jede Anästhesie eine sorgfältige und individuelle Vorbereitung.

Vor dem Eingriff berücksichtigen wir Ihre Vorerkrankungen, Ihre körperliche Verfassung sowie Art und Umfang der geplanten Behandlung. Bei Bedarf ergänzen wir diese Einschätzung durch eine gezielte präoperative Diagnostik, beispielsweise:

  • ein Elektrokardiogramm (EKG),
  • Laboruntersuchungen sowie
  • weitere internistische oder apparative Untersuchungen.

Bei relevanten Vorerkrankungen stimmen wir die Vorbereitung eng mit anderen medizinischen Fachbereichen ab. Dazu gehören beispielsweise Konsile oder Rücksprachen mit den Kolleg:innen der Inneren Medizin aus unserem Haus.

So können wir mögliche Risiken frühzeitig erkennen und bei der Planung Ihrer Anästhesie bestmöglich berücksichtigen.

Trinken bis zum Abruf in den OP

Unnötig lange Nüchternheitszeiten vor einer Operation können Durst, Mundtrockenheit und Unwohlsein verursachen. Deshalb setzen wir auf ein modernes, medizinisch abgestimmtes Nüchternheitskonzept.

Sofern aus medizinischer Sicht nichts dagegenspricht, dürfen Sie geeignete klare Flüssigkeiten entsprechend den mitgeteilten Vorgaben bis zum Abruf in den OP trinken. Welche Getränke und Mengen in Ihrem persönlichen Fall erlaubt sind, erfahren Sie bei der Vorbereitung auf Ihren Eingriff.

Dieses Vorgehen kann unnötig lange Trinkpausen vermeiden und den Komfort vor der Operation deutlich erhöhen. Viele Patientinnen und Patienten empfinden weniger Durst und Mundtrockenheit und fühlen sich insgesamt wohler. Ihre Sicherheit hat dabei jederzeit Vorrang. Bitte halten Sie sich daher genau an die mit Ihnen vereinbarten Hinweise.

Moderne Anästhesieverfahren

Je nach Art des Eingriffs, Ihrem Gesundheitszustand und Ihren persönlichen Bedürfnissen kommen unterschiedliche Anästhesieverfahren zum Einsatz. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Allgemeinanästhesie – der sogenannten Vollnarkose –, Regionalanästhesie und Sedierung.

Welches Verfahren für Sie am besten geeignet ist, besprechen wir ausführlich mit Ihnen.

Während der gesamten Anästhesie überwachen wir kontinuierlich Ihre lebenswichtigen Körperfunktionen. Dazu gehören insbesondere:

  • Herzfrequenz und Herzrhythmus,
  • Blutdruck,
  • Sauerstoffgehalt im Blut,
  • Atmung und Beatmung,
  • Narkosetiefe,
  • gegebenenfalls die Sauerstoffversorgung des Gehirns,
  • Körpertemperatur sowie
  • weitere, individuell erforderliche Parameter.

Ab Ihrem Eintreffen im OP-Bereich sind eine Fachärztin oder ein Facharzt für Anästhesiologie und eine qualifizierte Anästhesiepflegekraft für Ihre Betreuung verantwortlich. Moderne Medizintechnik und standardisierte Sicherheitsprotokolle tragen zusätzlich zu Ihrer Sicherheit bei.

Vollnarkose – Allgemeinanästhesie

Bei einer Vollnarkose werden Bewusstsein und Schmerzempfinden vollständig ausgeschaltet. Sie schlafen während des gesamten Eingriffs und nehmen davon nichts wahr.

Die Allgemeinanästhesie wird mit modernen Medikamenten eingeleitet und aufrechterhalten. Währenddessen übernimmt das Anästhesieteam die Kontrolle und Überwachung wichtiger Körperfunktionen wie Atmung und Kreislauf.

Bei der Auswahl der Medikamente achten wir nicht nur auf eine sichere Narkoseführung. Unser Ziel ist zugleich, dass Sie angenehm aufwachen, möglichst schnell wieder orientiert sind und bald wieder trinken und essen können.

Narkose über die Vene – komfortabel und nachhaltig

Wo es medizinisch sinnvoll und für den jeweiligen Eingriff geeignet ist, führen wir Vollnarkosen als moderne intravenöse Anästhesie durch. Dabei werden die Narkosemedikamente über einen venösen Zugang verabreicht. Auf die Verwendung klimaschädlicher Narkosegase kann dadurch verzichtet werden.

Die intravenöse Narkose lässt sich präzise steuern und ermöglicht ein angenehmes Erwachen. Bei geeigneten Patientinnen und Patienten kann sie außerdem das Risiko für Übelkeit und Erbrechen nach der Operation verringern.

Der Verzicht auf Narkosegase leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren medizinischen Versorgung. Welches Narkoseverfahren am besten geeignet ist, entscheiden wir immer individuell – unter Berücksichtigung des geplanten Eingriffs, Ihrer gesundheitlichen Voraussetzungen und Ihrer Sicherheit.

Spinalanästhesie und weitere Regionalverfahren

Bei regionalen Anästhesieverfahren wird gezielt ein bestimmter Körperbereich schmerzunempfindlich gemacht. Sie können dabei wach bleiben oder auf Wunsch zusätzlich ein beruhigendes Medikament erhalten.

Spinalanästhesie
Bei der Spinalanästhesie wird ein örtliches Betäubungsmittel in den Bereich der Rückenmarksflüssigkeit eingebracht. Dadurch werden Schmerzempfinden und Beweglichkeit im Unterkörper vorübergehend ausgeschaltet.

Dieses Verfahren wird häufig bei Operationen an den Beinen, der Hüfte oder im Unterbauch eingesetzt.

Weitere Regionalanästhesieverfahren
Durch die gezielte Betäubung einzelner Nerven oder Nervengeflechte können Arme, Beine oder andere Körperregionen schmerzunempfindlich gemacht werden. Diese Verfahren ermöglichen häufig eine sehr wirksame Schmerztherapie und können bei Bedarf mit einer Vollnarkose kombiniert werden.

Dämmerschlaf – Sedierung

Beim sogenannten Dämmerschlaf handelt es sich um eine leichte bis mittlere Sedierung. Sie erhalten Medikamente, die beruhigend und schlaffördernd wirken.

Sie befinden sich in einem entspannten, schläfrigen Zustand und atmen in der Regel weiterhin selbstständig. Viele Patientinnen und Patienten haben anschließend keine oder nur eine geringe Erinnerung an den Eingriff.

Dieses Verfahren kommt häufig bei kürzeren oder weniger belastenden Eingriffen zum Einsatz und kann mit einer örtlichen Betäubung oder einer Regionalanästhesie kombiniert werden.

Moderne Schmerztherapie

Neben medikamentösen Verfahren setzen wir zur Schmerzlinderung eine ultraschallgesteuerte Regionalanästhesie ein, um einzelne Nerven zeitweise zu betäuben. Unser Anästhesie-Team verfügt über eine herausragende Expertise in der Anwendung dieses Verfahrens bei orthopädischen/unfallchirurgischen Operationen.

In komplexen schmerztherapeutischen Situationen kommen weitere medikamentöse und alternative Verfahren wie Neuraltherapie, Akupunktur oder TENS-Stimulation zum Einsatz. Dazu arbeiten spezielle Schmerztherapeuten und Physiotherapeuten eng zusammen. Durch die deutliche Reduktion postoperativer Schmerzen erreichen wir eine schnellere Mobilisation, eine baldige Genesung und so eine höhere Patientenzufriedenheit.

Enge Überwachung nach der Operation

Nach der Operation werden die Patienten durch unser Pflegeteam im Aufwachbereich und auf der Station professionell versorgt und betreut. Für eine intensivere medizinische Überwachung stehen, wenn nötig, Intermediate-Care-Betten zur Verfügung.

Auch nach Verlegung auf die Normalstation ist eine zentrale Überwachung der Vitalfunktionen gewährleistet. So können auch minimale Abweichungen rechtzeitig erkannt werden. Selbst für den Fall postoperativer Komplikationen ist eine Diagnostik und Behandlung hier vor Ort möglich.

Ihre Experten für Anästhesiologie

Kristin Bachmann

Kristin Bachmann

Fachärztin für Anästhesiologie, Oberärztin

Dr. Rainer Beckmann

Dr. Rainer Beckmann

Facharzt für Anästhesiologie, Chefarzt

Dr. Ulf Großmann

Dr. Ulf Großmann

Facharzt für Anästhesiologie, Chefarzt

Hjalmar Rehberg

Hjalmar Rehberg

Facharzt für Anästhesiologie, Oberarzt

Dr. Ingo Seidel

Dr. Ingo Seidel

Facharzt für Anästhesiologie, Chefarzt

Julia Sprotte

Julia Sprotte

Fachärztin für Anästhesiologie, Oberärztin

Qualität, die messbar ist

Fallzahlen, Auszeichnungen, Qualitätsberichte und Patientenzufriedenheit zeigen, woran wir uns messen lassen.

Qualität, die messbar ist

Patientensicherheit

Ihre Sicherheit steht bei uns im Mittelpunkt – durch moderne Medizin, höchste Hygienestandards und strukturierte Behandlungsabläufe.

Patientensicherheit

Häufig gestellte Fragen zur Anästhesie

Darf ich vor der Narkose essen oder trinken?
  • Essen: Bis 24 Uhr am Vorabend leichte Kost, danach nichts mehr essen.
  • Trinken: Bis zum Eintreffen in der Klinik sind klare Flüssigkeiten erlaubt (z. B. Wasser, Kaffee mit wenig Milch, Cola, klare Säfte ohne Fruchtfleisch).
  • Verboten: Bonbons, Kaugummi, Rauchen.
Fragen zu Anästhesie/Narkose oder Terminwunsch

Zuständig ist die Anästhesie-Abteilung (nicht MVZ oder Unfallambulanz), auch wenn Blutentnahme und EKG bei uns stattfinden.

Soll ich meine Medikamente vor der OP einnehmen?
  • Gewohnte Medikamente dürfen mit einem Schluck Wasser eingenommen werden.
  • Bei blutverdünnenden oder Diabetes-Medikamenten (Tabletten/Insulin) muss die Einnahme vorab mit dem Arzt abgestimmt werden.
Was muss ich nach der Narkose beachten?
  • 24 Stunden nach Narkose gelten Sie als geschäftsunfähig (kein Autofahren, keine Maschinen bedienen, keine Verträge unterschreiben).
  • Kein Alkohol oder Tabak konsumieren.
  • Ständige Betreuung am OP-Tag und in der ersten Nacht sicherstellen.
  • Schmerzmittel nach Anweisung einnehmen.
Was muss ich zum Anästhesieaufklärungsgespräch mitbringen?
  • Untersuchungsbefunde des Hausarztes (bei Vorerkrankungen)
  • Ihren aktuellen Medikationsplan
  • Ausgefüllten Anästhesiefragebogen (gelber Seitenstreifen)
Wie bekomme ich einen Termin beim Anästhesisten?

Bitte rufen Sie unter 04107 3399860 an, um einen Termin mit der Anästhesie zu vereinbaren oder nutzen Sie E-Mail anzeigen. Das Gespräch mit dem Anästhesisten findet in den Räumlichkeiten der Klinik Manhagen in Großhansdorf statt. Bitte melden Sie sich an der Rezeption an, wenn Sie da sind.

Direkter Kontakt

Klinik Manhagen GmbH & Co. KG Sieker Landstraße 19
22927 Großhansdorf
Öffnungszeiten der Rezeption Montag bis Freitag: 06:00 bis 21:00 Uhr
Wochenende: 09:00 bis 17:30 Uhr
Feiertage: 09:00 bis 15:00 Uhr
Orthopädie & Chirurgie
04102 605-0
MVZ Manhagen (Praxis)
04102 605-350
Unfallambulanz / Notdienst
04102 605-358
Anästhesie
04107 - 3399860
Augenklinik
04102 605-228
Kinderwunschzentrum
04102 777 686-0